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Was ist Kernspintomographie?
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| Kernspintomographie ist ein Untersuchungsverfahren, bei dem mit Hilfe von Magnetfeldern und Radiowellen Schnittbilder einer Körperregion erzeugt werden. Ionisierende Strahlen (wie z. B. Röntgenstrahlen) kommen hierbei nicht zum Einsatz. |
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Verschiedene Blickwinkel auf die Untersuchungsliege und das Messgerät
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| Die Kernspintomographie basiert darauf, dass in einem starken Magnetfeld unser Körpergewebe (genauer gesagt: die Wasserstoff-Atomkerne im Körpergewebe) Radiowellen einer bestimmten Frequenz absorbiert und mit zeitlicher Verzögerung über wenige Sekunden wieder abgibt. Die Geschwindigkeit der Radiowellenabgabe hängt dabei von der chemischen Bindung des Wasserstoffatoms im Gewebe ab. Da die verschiedenen Körpergewebe Wasserstoffatome in unterschiedlicher Konzentration und unterschiedlicher chemischer Bindung enthalten, können diese Gewebe durch die Kernspintomographie mit Kontrast zueinander dargestellt werden. |
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Gerätesteuerung wähend einer Untersuchung
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| Um Bilder mit räumlicher Zuordnung der Gewebe und mit unterschiedlichen Gewebekontrasten zu erzeugen, ist das zusätzliche rasche Ein- und Ausschalten schwächerer Magnetfelder erforderlich. Die einzelne Schaltung verursacht ein klackendes Geräusch wie am Aggregat eines Weidezaunes. Durch die rasche Abfolge der Magnetfeldschaltungen während der Untersuchung kommt es zu klopfenden oder schnarrenden Geräuschen sowie zu leichten Vibrationen, die Sie nicht irritieren sollten. Das starke, aber konstante Hauptmagnetfeld des Gerätes und die Radiowellen werden dagegen nicht wahrgenommen. Nach heutigem Wissensstand sind keine Gesundheitsrisiken durch Kernspin-Untersuchungen bekannt. Auch bei bestehender Schwangerschaft kann die Diagnostik durchgeführt werden, wobei in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten sorgsamkeitshalber eine Beschränkung auf dringende Untersuchungen erfolgt. |
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| Darstellung auf dem Bildschirm während einer Untersuchung des Kopfes | |||||||||
| Bei manchen Untersuchungen ist die Gabe eines speziellen Kernspin-Kontrastmittels zur Erlangung der bestmöglichen diagnostischen Aussage erforderlich. Dieses Kontrastmittel enthält kein Jod, so daß auch bei Patienten mit Jodallergie oder mit Röntgenkontrastmittel-Allergie in der Regel keine schweren allergischen Reaktionen zu beobachten sind. Insgesamt ist die Verträglichkeit von Kernspin-Kontrastmitteln besser als diejenige von Röntgenkontrastmitteln. Im Einzelfall ist jedoch keine Verträglichkeitsgarantie möglich. Sie werden deshalb vor einer Kontrastmittelgabe von uns hierüber informiert und sollten Ihre ausdrückliche Zustimmung geben. | |||||||||
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Kerspintomogramm eines Schädels von oben in Höhe der Augen
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| Durch starke statische Magnetfelder, durch rasch wechselnde Magnetfelder und durch Radiowellen kann die Funktion elektronischer Instrumente beeinträchtigt werden, Metallteile können verschoben werden oder sich erwärmen, und die Codierung auf magnetischen Datenträgern kann verändert oder gelöscht werden. Aus diesen Gründen verbietet sich die Untersuchung von Patienten mit - Herzschrittmacher oder intracorporalem Defibrillator - laufender implantierter Medikamentenpumpe - Innenohrimplantat (Cochlea-Implantat) - metallischen Mittelohrimplantaten (Steigbügelimplantat) - Metallsplittern in kritischen Körperregionen (Gehirn, Auge, Rückenmark, Nerven- und Gefäßnähe) - Gefässclips an Hirngefäßen während des ersten halben Jahres. Bei Medikamentenpumpen kann die Untersuchung (nach Rückversicherung beim Hersteller) meist in ausgeschaltetem Zustand ohne Risiko erfolgen. Metallische Gegenstände (auch Münzen), elektronische Instrumente (Handy, Hörgerät) und magnetische Datenträger (z. B. EC-Karte, Kreditkarte) dürfen nicht mit in den Untersuchungsraum genommen werden. Festsitzende zahntechnische Implantate und festsitzende Fingerringe sind in der Regel unproblematisch. Sind alle oben genannten Voraussetzungen erfüllt, steht mit der Kernspintomographie ein Untersuchungsverfahren mit bahnbrechender Bildauflösung und Kontraststärke vor allem im Weichteilbereich zur Verfügung. Hierzu einige Bildbeispiele aus unserem Kernspin-Gerät: |
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